Aufruf an das katholische Deutschland

Das in diesem Video gezeigte Interview mit Dr. h.c. Michael Hesemann führte und filmte Herr Rüdiger Enders, der es unserer Initiative freundlicherweise zur Verfügung stellte.

Liebe Fatima-Freunde,
liebe Freunde der Gottesmutter und des Rosenkranzgebetes,
liebe Pilgergruppen der deutschen Marienheiligtümer und Gebetsstätten,

In diesem Jahr feiert die Weltkirche den 105. Jahrestag der Erscheinungen von Fatima, die der Diener Gottes Papst Pius XII. als „wirkmächtigsten Eingriff Gottes in die Geschichte seit den Tagen der Apostel“ bezeichnet hat. Vor 105 Jahren warnte die Gottesmutter in Fatima die drei Seherkinder Lucia, Jacinta und Francesco vor einem Zweiten Weltkrieg, der Ausbreitung des Kommunismus, der Verfolgung der Kirche, dem Papstattentat von 1981 und einem weltweiten Atomkrieg. Aber sie verhieß auch die Bekehrung Russlands und eine Zeit des Friedens in Europa, wenn der Papst die Welt ihrem unbefleckten Herz weiht. Das tat der hl. Johannes Paul II. 1984 und löste eine historische Wende aus. Innerhalb von sieben Jahren kam Michail Gorbatschow an die Macht, fielen die Mauer und der Eiserne Vorhang, bekehrte sich Russland zum christlichen Glauben. Dies alles war für den hl. Johannes Paul II. ein wahres Wunder der Gottesmutter von Fatima.

Kaum ein Land hat dann aber Maria so viel zu verdanken wie Deutschland. Am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer, am 3. Oktober 1990 wurde unser Land nach über 40 Jahren wieder vereinigt. Portugiesische Gastarbeiter brachten ein Fragment der Berliner Mauer als Zeichen des Dankes in das Heiligtum von Fatima. Nur das offizielle Deutschland, die deutschen Katholiken, schwiegen bislang. Selbst das Jubiläumsjahr 2017 fand in deutschen Bistümern viel zu wenig Beachtung. Stattdessen schlug unser Land einen immer glaubensferneren Kurs ein. Wird es ein Land ohne Gott, ohne den Schutz der Gottesmutter? Haben wir das größte Wunder unserer Zeit, die friedliche Wiedervereinigung unseres Kontinentes, bereits vergessen?

Dabei werden die Zeiten immer bedrohlicher. Erst die Corona-Krise, dann der Einmarsch Russlands in die Ukraine, der zu einem gesamteuropäischen Konflikt, nach Ansicht des Heiligen Vaters sogar zu einem 3. Weltkrieg eskalieren könnte, schließlich seine nationalen wie globalen Folgen: Energieknappheit, Rohstoffkrise, Inflation, Wirtschaftskrise, Versorgungsengpässe. Selbst die Kirche ist in ihrer größten Krise und wird mit einer immer feindseligeren Umwelt und einer Apostasie von historischen Ausmaßen konfrontiert.

Es ist an der Zeit, umzukehren und ein Zeichen zu setzen!

Daher lade ich in Zusammenarbeit mit gleich mehreren Fatima-Gruppen und der Aktion „Deutschland betet den Rosenkranz“ alle Gläubigen ein, genau 33 Jahre nach den Ereignissen, die zur Maueröffnung führten und am Vorabend des 105. Jahrestages des Sonnenwunders von Fatima, am

Mittwoch, 12. Oktober 2022, ab 18.00 Uhr

unter dem Motto

„DEUTSCHLAND DANKT MARIA UND BETET FÜR DEN FRIEDEN IN DER UKRAINE, DEUTSCHLAND UND GANZ EUROPA”

in Berlin eine

DANK- UND BITTPROZESSION ZU EHREN DER GOTTESMUTTER VON FATIMA DURCH DAS BRANDENBURGER TOR

abzuhalten.

Seine Exzellenz, der Apostolische Nuntius Erzbischof Nikola Eterovic, hat zugesagt, mit uns um 17.00 Uhr ein Pontifikalamt in der Kirche St. Clemens, Stresemannstr. 66, zu feiern und die Weiheformel zu sprechen, mit der unser Heiliger Vater, Papst Franziskus, am 25. März 2022 Russland und die Ukraine dem Unbefleckten Herzen Mariens geweiht hat.

Ausgangspunkt der Prozession ist dann auch die St. Clemens-Kirche. Von dort führt die Prozession zum Brandenburger Tor, durch das Tor und zur Siegessäule, wo zum Abschluss eine Marienweihe stattfinden soll.Ich betone, dass es eine reine Dank- und Bittprozession ohne politische Agenda sein wird. Die deutsche Pilgermadonna, die seit dem Pontifikat Pauls VI. unser Heimatland durchreist, wird uns auf dieser anführen.

In der Hoffnung, dass dieser bescheidene Versuch, die Gottesmutter von Fatima in das Herz Berlins und unserer Nation zu tragen, auf Ihr Wohlwollen und Ihre Unterstützung stößt, verbleibe ich in Christus und Maria

Ihr Dr. h.c. Michael Hesemann
Im Namen der Aktion „Deutschland dankt Maria“ e.V.