Die Fatima-Nationalmadonna

Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs wird unsere Liebe Frau von Fatima immer wieder eingeladen, um den Menschen auf der ganzen Welt Hoffnung und Frieden zu bringen.

1947 wagte man die erste Pilgerfahrt mit einer vom Bischof von Leiria, Correia da Silva, zur Verfügung gestellten und nach den Angaben der Seherin Lucia gefertigten Marienstatue durch Portugal nach Spanien, Frankreich, Belgien, Holland und Luxemburg, wo die Mosel die Grenze zu Deutschland bildet. Am deutschen Ufer zog eine zweite Prozession mit und begleitete von weitem die Muttergottes.

1948 führte die Peregrinatio die Statue durch mehrere Länder Afrikas, 1949 durch Indien, 1950 durch Ceylon, Thailand und Burma. 1951 wurde die Statue durch Australien getragen. Andere Länder wollten an den geistlichen Wohltaten der Welt-Pilgerfahrt teilhaben, doch schien ihnen die Wartezeit auf die Statue allzu lang. So wurden weitere Statuen in Fatima vom Bischof von Leiria geweiht und ausgesandt. Pilgerfahrten führten durch Kanada und die Vereinigten Staaten (1947) und durch Länder Südamerikas. In Österreich waren 1950 und in der Schweiz 1952 Fatima-Marienfiguren unterwegs. Seit 1953 bis zu Beginn der 60er Jahre fanden in Deutschland Pilgerfahrten der Fatima-Madonna statt. Von bischöflicher Seite ging die erste Anregung zu einer Peregrinatio Mariae 1954 vom Kölner Kardinal Josef Frings aus. „Um den besonderen Schutz der Gottesmutter zu erflehen“, entschloss er sich, eine Pilgerfahrt auch in seiner Diözese durchzuführen. Insgesamt sieben Monate, von Mai bis Dezember 1954, durchwanderte „Unsere Liebe Frau von Fatima“ die Erzdiözese Köln. Die Pilgerfahrt musste zweimal verlängert werden, um den Wünschen aus den Pfarrgemeinden gerecht zu werden. Zum Abschluss der Kölner Pilgerfahrt und des von Papst Pius XII. proklamierten Marianischen Jahres fand im Kölner Dom ein marianisches Triduum statt. Bei der Abschlussfeier hielt Kardinal Frings die Predigt. Auf dem 76. Deutschen Katholikentag 1954 in Fulda weihte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Joseph Kardinal Frings, zusammen mit den fast vollzählig anwesenden deutschen Bischöfen am 4. September als Höhepunkt des „Marianischen Jahres“ Deutschland dem Unbefleckten Herzen Mariens“.

Aufgrund der großen Nachfrage nach der Pilgermadonna entschloss sich Papst Paul VI. anlässlich seiner historischen Reise nach Fatima am 12./13. Mai 1967, zum 50. Jahrestag der Erscheinungen, für die großen katholischen Nationen eigene „Nationale Pilgermadonnen“ zu weihen. Er verband damit den Auftrag, sie möge durch die Diözesen, Pfarreien, Klöster, Altersheime und Schulen getragen werden. Sie soll also möglichst viel von Ort zu Ort wandern, um zu den Menschen zu kommen. Das Fatima Weltapostolat U. L. F. in Deutschland bekam den Auftrag, die Pilgerfahrt der Muttergottes zu betreuen.

Nach dem Jubiläumsjahr 2017 begann sie ihre Pilgerfahrt in der Erzdiözese Paderborn. Danach war sie erstmals in einer bayerischen Diözese, in Regensburg. Im Juli 2020 ist sie erstmals in den neuen Bundesländern und besucht Pfarreien und Klöster in der Diözese Dresden. Im Oktober 2022 wird sie zum zweiten Mal nach Berlin kommen.

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